Corona Update: Superintendent Krause erläutert die Situatution vor Ort

vom von Axel Bruning, Kategorie: Gottesdienste

In einem Brief des Landeskirche war von einem in Ausnahmefällen möglichen Wiederbeginn von öffentlichen Gottesdiensten ab dem 3. Mai die Rede.
Michael Krause, Superintendent des Kirchenkreises Herford, fordert in einem Schreiben an die Kirchengemeinden, zur Ruhe und Besonnenheit auf, er schreibt:

Gestern hat die Landeskirche eine Information zu den Themenbereichen Gottesdienste, Beerdigungen und Veranstaltungen versandt. Ich möchte dem noch ein paar Hinweise hinzufügen.

- Gottesdienste: In einem Gespräch der Vertreter der Religionsgemeinschaften in NRW beim Ministerpräsidenten in der letzten Woche, an dem auch Präses Kurschus teilgenommen hat, ist die Verabredung getroffen worden, dass bereits ab dem 3. Mai die Möglichkeit bestehen soll, Gottesdienste in den Kirchen und Gotteshäusern zu feiern.
Ministerpräsident Laschet hat daraufhin diese nordrhein-westfälsche Verabredung mit der Bundesregierung abgestimmt. Von diesem Zeitpunkt an hat die EKD begonnen, Hygienerichtlinien für diese Gottesdienste zu erstellen. Diese Richtlinien werden derzeit vom Robert-Koch-Institut geprüft. Ich rechne damit, dass zum Beginn der nächsten Woche uns das Eckpunktepapier der EKD, in dem die Schutzmaßnahmen aufgeführt werden, vorliegen wird. Die Regel ist, dass die Gottesdienste im Beisein der Gemeinde nur dann durchgeführt werden, wenn die Schutzmaßnahmen vollständig umgesetzt werden können. Der Gesundheitsschutz hat weiterhin großes Gewicht und ist ohne Einschränkung zu beachten.

- An dieser Stelle spricht die gestrige Information der Landeskirche von Schutzkonzepten, die vor Ort zu erstellen sind. Das kann erst dann erfolgen, wenn das Eckpunktepapier der EKD vorliegt. Dann werden Sie in den Presbyterien zu überlegen haben, ob eine Umsetzung vor Ort möglich ist. Das kann bedeuten, dass nicht an jedem Ort Gottesdienst gefeiert werden kann.
Ich bitte sehr darum, nicht in Eile zu verfallen. Angesichts der Tatsache, dass auf allen Ebenen noch gründliche Abstimmungen erfolgen müssen, ist es auf keinen Fall zwingend, bereits am 3. Mai zu starten.

- Beerdigungen: In der aktuellen Schutzverordnung ist bei den Beerdigungen für die Teilnahme die Begrenzung auf den engsten Familienkreis entfallen. Das kann die Situation bei den Beerdigungen entspannen. Gleichwohl ergeben sich durch die Größe der Kapelle oder durch die Frage, wie der Abstand der einzelnen Teilnehmenden am Grab gewährleistet werden kann, Beschränkungen. Aus einzelnen Rückmeldungen der letzten Tage habe ich entnommen, dass eine Richtgröße von 20 Teilnehmenden weiterhin als hilfreich empfunden wird. Einige Bestatter setzen Beschallungsanlagen ein, um weitere Teilnehmende, die weiter entfernt stehen, zu erreichen. Das ist ein guter Weg.

Michael Krause, Superintendent