Geistliches Wort

Jahreslosung 2026

Gott spricht: Siehe ich mache alles neu ! Offenbarung 21,5

Liebe Mitchristen,

Gott spricht: Seht, ich mache alles neu. Offenbarung 21,5 Oder: Wir gehen doch alle der Vollendung entgegen

Die schönste Zeit des Jahres steht bevor: Die Sommerzeit mit den Schulferien. Nicht wenige Sonne und Wärme auf einer Insel im Süden genießen. Und vielleicht auh danken, dass sie so etwas erleben dürfen. Ich fahre im Sommer in die Berge und freue mich über die Schönheit des Allgäus und den Segen Gottes. Warum denn um Gottes willen alles neu machen? Weil all diese Schönheit nur ein Abglanz der Welt ist, die auf uns wartet. Und in dieser Welt ist doch nun wirklich nicht alles gut, was glänzt. Katastrophen, dunkle Mächte, schwere Schicksale, kriegerische Auseinandersetzungen, Leiden und Sterben sind an der Tagesordnung wie viele Jahre zuvor nicht. Die gesamte Schöpfung wartet eben doch auch auf ihre Erlösung, dass der Starke nicht mehr den Schwächeren frisst, dass endlich der schmerzliche Kreislauf von geboren werden, wachsen, reifen, ermatten und schließlich zu sterben durchbrochen wird. Als bei mir vor einiger Zeit eine durch alle Medizin der Welt nicht mehr zu reparierende kleine körperliche Fehlfunktion festgestellt wurde und ich das etwas deprimiert gar nicht verstehen konnte, sagte der Arzt zu mir: Aber Herr Bruning, wir gehen doch alle der Vollendung entgegen! War das jetzt Ironie, weil er wußte, dass ich Pfarrer bin und so ungläubig schaute? Oder war es wirklich Trost? Denn genau davon spricht die Bibel: Seht, ich mache alles neu, sagt die Stimme in der Offenbarung, die das himmlische, prächtige neue Jerusalem ankündigt, wo Gott mitten unter den Menschen wohnt. Eine neue Welt wird diese schon so schöne Welt ablösen, wie Paul Gerhardt in dem bekannten Gesangbuchlied "Geh aus mein Herz und suche Freud" dichtet. Darauf können wir uns als Christen, die durch Glauben und Taufe gerechtfertigt und erlöst sind freuen. Und mit dieser Freude können wir Kraft und Mut schöpfen, wenn wir an so manchem Tag spüren, wie vergänglich alles ist. Wir dürfen glauben und hoffen, dass unsere Verstorbenen in dieser neuen Welt leben dürfen. Das gibt uns Christen Trost und Kraft auch zum Abschied nehmen. Wie dichtete doch Paul Gerhardt: Ach denk ich, bist du hier so schön und lässt du´s uns so lieblich gehen auf dieser armen Erden: was will doch wohl nach dieser Welt dort in dem reichen Himmelszelt und güldnen Schlosse werden, und güldnen Schlosse werden! Versuchen wir - mit dieser freudigen Erwartung im Herzen - auch die dunklen Tage unseres Leben anzunehmen. Ihr Pastor A. Bruning.